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Politik und Zeitgeschichte
Organisationen

Die ASEAN auf einen Blick

     
ASEAN - Mitgliedstaaten


ASEAN - Vergleichsdaten: Einwohner und Wirtschaftskraft


Südostasien - Satellitenbild (Größe: 300 KB)
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ASEAN
Association of South East Asian Nations
(Gemeinschaft südostasiatischer Staaten)

Gründung
1967 in Bangkok (Thailand).

Ziele
Festigung des Friedens in Südostasien durch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zusammenarbeit.

Mitglieder (10)
  • Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur, Thailand (1967 - Gründungsmitglieder)
  • Brunei (1984)
  • Vietnam (1995)
  • Laos und Myanmar (vormals Birma bzw. Burma) (1997)
  • Kambodscha (1999)

Hauptorgane

1. Ordentliche Gipfelkonferenz (ASEAN-Gipfel) der Staats- bzw. Regierungschefs (alle drei Jahre)
2. Informelle Gipfeltreffen (seit 1996 - jährlich oder bei Bedarf)
3. Außenminister-Konferenz als zentrales Entscheidungsgremium mit alphabetisch rotierendem Vorsitz für je ein Jahr (jährlich)
4. Treffen der Fachminister (regelmäßig)
5. Generalsekretär mit Sekretariat (rund 30 Mitarbeiter) in Jakarta (Indonesien)

Dialog-Diplomatie

Jeweils nach den regelmäßigen ASEAN-Außenministertreffen (s.o.) findet die Ministerielle Anschluss Konferenz PMC (Post Ministerial Conference) mit den Außenministern der "Dialogpartner" USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Japan, Korea, China, Rußland, Indien und EU an. - Seit 1994 findet in der gleichen Zusammensetzung zusätzlich ein Sicherheitsdialog statt: ASEAN Regional Forum (ARF).

Wichtige Aktivitäten

1971: Gründung der Zone für Frieden, Freiheit und Neutralität ZOPFAN (Zone of Peace, Freedom and Neutrality).

1995: Vertrag über die Südostasiatische Atomwaffenfreie Zone SEANWFZ (South East Asia Nuclear Weapon Free Zone), der 1997 in Kraft trat.

2001: Auf der 7. Gipfelkonferenz der ASEAN im November 2001 in Brunei verurteilten die Staats- und Regierungschefs als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 jede Form des Terrorismus und sprachen den Opfern ihr Mitgefühl aus. Diese Attentate stellten einen »Angriff gegen die Menschheit« dar. Man dürfe aber Terrorismus nicht mit einer Religion oder Rasse in Verbindung bringen. Aus Rücksicht auf die islamischen Staaten Malaysia und Indonesien fand der Militäreinsatz gegen das Taliban-Regime und die El-Kaida in Afghanistan im Abschlusskommuniqué keine Erwähnung. Auf einem Treffen der Außenminister im Juli 2002 einigten sich die Mitgliedstaaten auf eine Vereinbarung mit den USA zur Terrorbekämpfung.

2002: Das Projekt der 1992 beschlossenen Errichtung der Freihandelszone AFTA (ASEAN Free Trade Area), die ursprünglich bis 2008 verwirklicht werden sollte, wurde unter dem Eindruck der Wirtschafts- und Finanzkrise Mitte der Neunziger Jahre vorgezogen. - Am 1. Januar 2002 trat das Abkommen für die sechs wirtschaftlich fortgeschrittenen ASEAN-Mitgliedstaaten (Brunei, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand) in Kraft. - Die Zone wird, dem Entwicklungsstand der anderen ASEAN-Länder entsprechend, schrittweise auf Vietnam (bis 2006) sowie Laos und Myanmar (2008) und Kambodscha (2010) ausgeweitet.

Sonstige Aktivitäten

Im Interesse der Verbesserung der Handelsbeziehungen wurde die Aufnahme formeller Beziehungen der ASEAN-Staaten zu Indien vereinbart. Solche Kontakte bestehen bereits mit China, Japan und Süd-Korea.

Angesichts der zunehmenden ökonomischen Stärke der VR China wird die Ausdehnung der AFTA auf China, Japan und Süd-Korea und erwogen. Der chinesische Ministerpräsident Zhu Rongji hatte im November 2001 die Errichtung einer China and ASEAN Free Trade Area (CAFTA) angeregt, die innerhalb eines Jahrzehnts entstehen soll und die weltweit größte Freihandelszone sein würde.

Bis 2010 soll eine ASEAN Investment AREA (AIA) zur Aufhebung von Investitionsschranken geschaffen werden.

Das Abkommen "ASEAN Vision 2020" aus dem Jahr 1997 strebt offenere Gesellschaften in der Region an.

Weiterführende Verweise

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Stand: 09.10.2010