Logo der Website

Politik und Zeitgeschichte
Regionale Übersichten

Organisationen in und für Europa

     
Organisationen in und für Europa - die Europäische Sicherheitsarchitektur


Internationale Organisationen in und für Europa - die Europäische Sicherheitsarchitektur (Glossar)
Glossar - PDF-Datei
(öffnen per Mausklick)

Die Europäische Sicherheitsarchitektur

Die Grafik vermittelt einen Überblick über die Mitgliedschaft in den wichtigsten internationalen Organisationen und Initiativen im europäischen Kontext - und, wie wir glauben, mit Erfolg. Vor allem aber: auf dem neuesten Stand.

In der Grafik wiedergegeben sind (von innen nach außen) EU, NATO, EAPR/PfP, Europarat und OSZE. Die Zahlen in Klammern hinter den Namen bzw. Abkürzungen der Organisationen geben die Anzahl der Vollmitglieder an.

Die Bedeutung der Abkürzungen können Sie dem nebenstehenden Glossar und der untenstehenden Tabelle entnehmen.

Empfehlung: Drucken Sie sowohl die Grafik als auch das Glossar aus, um diese beiden zusammengehörenden und sich ergänzenden Teile gemeinsam betrachten zu können.

Tabellarische Übersicht der in die Grafik eingearbeiteten Organisationen bzw. Initiativen:

EU

Europäische Union
(European Union)

NATO

Nordatlantische Vertragsorganisation (nicht "Verteidigungsorganisation")
(North Atlantic Treaty Organisation)

EAPR

Euro-Atlantischer Partnerschaftsrat
(Euro-Atlantic Partnership Council - EAPC)
PfP Partnerschaft für den Frieden
(Partnership for Peace)
Europarat Eigenständige Organisation (nicht mit "Europäischer Rat" der EU verwechseln)
(Council of Europe - COE, oft vereinfacht CE)
OSZE

Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
(Organisation for Security and Cooperation in Europe - OSCE)

Anmerkungen

1. EAPR / PfP

EAPR und PfP sind keine eigenständige Organisationen, sondern strukturierte Initiativen der NATO. Sie wurden in die Grafik aufgenommen, um die Überwindung des Ost-West-Antagonismus zu verdeutlichen. Die Mitglieder des EAPR sind identisch mit denen der PfP.

2. Partnerschaften der NATO

Die drei "Handzeichen" neben Russland, der Ukraine und Georgien symbolisieren zum einen den hochrangigen "NATO-Russland Rat", zum anderen die eine Ebene darunter angesiedelten "NATO-Ukraine Ausschuss" und "NATO-Georgien Ausschuss". Mit diesen Institutionen werden die beiden größten Nachfolgestaaten der Sowjetunion sowie der Kaukasusstaat Georgien in einer besonderen Form mit der NATO verbunden.

3. Östliche Partnerschaft der EU

Mit der im Mai 2009 initiierten Partnerschaft werden den drei noch nicht integrierten osteuropäischen Staaten sowie den drei Südkaukasus-Staaten besondere Beziehungen angeboten, langfristig mit der Perspektive eines EU-Beitritts. De facto dürften sich damit auch die endgültigen "Grenzen" Europas abzeichnen (siehe auch "Östliche Partnerschaft" im Themenbereich Europa und seine Nachbarn).

4. WEU

Die Westeuropäische Union wurde nicht mehr in die Grafik aufgenommen, da ihre Aufgaben und Institutionen von der EU übernommen wurden und die Organisation 2011 aufgelöst wird (Näheres zur Geschichte der Westeuropäischen Union siehe "WEU" im Themenbereich Sicherheit in und für Europa).

5. Entwicklungen der letzten Jahre

  • 2012 - 01. März: Serbien erhält den Status eines EU-Beitrittskandidaten.
  • 2011 - 09. Dezember: Kroatien wird EU-Beitrittsland (Beitritt 2013).
  • 2010 - Juni: Island wird vierter offizieller EU-Beitrittskandidat.
  • 2009 - 01. April: Albanien und Kroatien werden als neue NATO-Mitglieder Nr. 27 und 28 aufgenommen.
  • 2008 - September 2008: Mit Georgien etabliert die NATO im nach dem Kaukasuskrieg den "NATO-Georgien Ausschuss".
  • 2008 - Juni: Malta kehrt nach vorübergehender Abwesenheit als 50. Mitglied in den Kreis des EAPR zurück.
  • 2008 - 17. Februar: Der Kosovo erklärt als "Republik Kosovo" seine staatliche Unabhängigkeit, die aber bislang nicht von allen Staaten der Welt anerkannt wird.
  • 2007 - 11. Mai: Montenegro wird als 47. Mitglied in den Europarat aufgenommen, nachdem es bereits im Juni 2006 als 56. Mitglied in die OSZE und als 192. Mitglied in die UNO aufgenommen worden war.
  • 2007 - 01. Januar: Rumänien und Bulgarien werden als neue EU-Mitglieder Nr. 26 und 27 aufgenommen.
  • 2005 - Oktober: Mit Kroatien und der Türkei beginnt die EU offizielle Beitrittsverhandlungen - Ende und Ergebnis offen. Mazedonien wurde im Dezember 2005 der Status eines EU-Beitrittskandidaten zuerkannt, der Beginn der Beitrittsverhandlungen steht jedoch noch aus.

Kommentar

Und er bewegt sich doch, der alte Kontinent - langsam, scheibchenweise und von den meisten kaum wahrgenommen. Zugegeben: Die jüngsten Entwicklungen machen es nicht einfacher, den Überblick zu behalten. Die Vielzahl der europäischen Organisationen ist erdrückend und kaum noch zu durchschauen.

Die o.a. Ausführungen machen unter anderem deutlich:

  1. Es gibt ein "Kerneuropa" von 21 Staaten, die in allen aufgelisteten Organisationen vertreten sind. Von den EU-Mitgliedern fehlen in diesem erweiterten Kerneuropa nur 6 Staaten, nämlich : die neutralen Staaten Irland, Finnland, Schweden und Österreich sowie die beiden Inselstaaten Malta und Zypern.

  2. Das Europa des Europarats endet durch die Mitgliedschaft Russlands am Pazifik. "Europas" Nachbarn wären damit u.a. Nordkorea, China, die Mongolei und Kasachstan. Mutig oder verwegen?

  3. Das Europa des Europarats schließt , ebenso wie die *Östliche Partnerschaft" der EU, auch die drei Länder des Kaukasusgebiets ein. Das einzige, geographisch eindeutig in Europa liegende Land der ehemaligen Sowjetunion ohne Mitgliedschaft im Europarat ist Weißrussland.

  4. Die Mitgliedschaften von EAPR/PfP und OSZE sind inzwischen nahezu identisch. Die einzigen OSZE-Mitglieder, die im EAPR noch fehlen, sind der EU-Staat Zypern sowie die fünf Kleinstaaten Andorra, Monaco, Liechtenstein, San Marino und die Vatikanstadt.

Seitenanfang

Stand: 02.03.2012