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Ohne Wasser kein Leben
Die Jahre 2005-2015 erklärte die UNO zur Dekade Wasser für Leben
(Internationale Wasserdekade)
Das Jahr 2003 erklärte die UNO zum Internationalen Jahr des Süßwassers
(Wasserjahr)
Den 22. März jeden Jahres erklärte die UNO zum Tag des Wassers
(Weltwassertag)
Wasserdekade, Wasserjahr, Wassertag - haben Sie davon schon einmal etwas davon gehört? Wahrscheinlich nicht... Dabei wächst der Wasserverbrauch seit 100 Jahren weltweit doppelt so schnell wie die Bevölkerung. Wird dieses Tempo nicht gedrosselt, würde die Menschheit in den nächsten 25 Jahren über 90 Prozent aller verfügbaren Süßwasservorkommen verbraucht haben. Schon heute ist Wasser in vielen Ländern Mangelware. Konflikte um Wasser werden zunehmen.
Wasser ist knapp
- Über zwei Drittel unseres Planeten sind mit Wasser bedeckt.
- Nur etwa 2,5 Prozent aller Wasservorkommen sind Süßwasser.
- Die Süßwasservorräte sind zu einem großen Teil in Eis und Gletschern gebunden.
- Direkt verfügbares Süßwasser als Grundwasser, aus Flüssen oder Seen ist regional extrem ungleich verteilt.
- 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.
- 2,5 Milliarden Menschen haben keine vernünftige Abwasserentsorgung.
- Etwa 80 Prozent aller Krankheiten in den Entwicklungsländern sind auf verschmutztes Wasser oder fehlende Sanitäranlagen zurückzuführen.
- Mehr als 2,2 Millionen Menschen, vor allem Kinder, sterben pro Jahr in Entwicklungsländern an den Folgen von unreinem Wasser - täglich also etwa 6.000 Menschen.
- In vielen Entwicklungsländern fließen rund 80 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs in die Landwirtschaft.
- Konkurrenz um den Zugang zu Wasser ist eine der häufigsten strukturellen Konfliktursachen.
Wasser und Konflikte
Wo Wasser knapp ist oder von Mensch oder Natur ungerecht verteilt wird, entstehen leicht Konflikte. Selbst in Regionen ohne akuten Wassermangel gibt es immer wieder Konflikte um das lebensnotwendige Nass.
z.B. soziale Konflikte:
- wenn ländliche Regionen wasserversorgungstechnisch vernachlässigt werden
- wenn Großgrundbesitzer und Industrie so viel Wasser nutzen, dass Kleinbauernfamilien leer ausgehen
- wenn rasch wachsende Metropolen mit der Landwirtschaft um Wasser konkurrieren
- wenn in Städten die Wasserversorgung nur an wenigen Stunden pro Tag funktioniert
- wenn die Wasserversorgung nicht gewartet wird, weil die Wasserpreise nicht kosten-deckend erhoben werden
- wenn Armenviertel und Slums überhaupt nicht an öffentliche Leitungssysteme angeschlossen sind und Familien ihr Trinkwasser zu überteuerten Preisen von Tankwagen oder Zapfstellen kaufen müssen.
z.B. staatliche Konflikte:
- wenn Staudämme stromabwärts gelegenen Ländern das Wasser abschneiden
- wenn sich Staaten über die Nutzung grenzüberschreitender Wasservorkommen nicht einigen können.
Weiterführende Verweise
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