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Politik und Zeitgeschichte
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| Entwicklungsländer |
Entwicklungsländer - ein Überblick |
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Die Ärmsten der Armen
Die Grafik zeigt die derzeit 48 LDCs (Least Developed Countries). d.h. die am wenigsten entwickelten Länder der Welt. Damit zählen exakt 25 % der 192 UN-Mitgliedstaaten zu den LDCs. Am 1. Januar 2011 verließen die Malediven die Gruppe der LDCs und "stiegen auf". Die LDCs haben annähernd 900 Millionen Einwohner, was etwa 13 % der Weltbevölkerung entspricht. 33 der Staaten befinden sich in Afrika, 14 in Asien und einer in der Karibik. Die LDCs sind sowohl durch das Armutsniveau ihrer Bevölkerung, als auch durch die Schwäche ihrer wirtschaftlichen, institutionellen und menschlichen Ressourcen gekennzeichnet. Sie stehen im Mittelpunkt der Millenniums-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals - MDG). Die LDCs und weitere benachteiligte Länder werden in der UN seit 2001 durch einen Hohen Repräsentanten vertreten.
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Arm und Reich in der Welt Die nebenstehende Grafik verdeutlicht die globale Verteilung von Reichtum und Armut in der Welt. Vergleicht man die 33 Mitglieder der OECD als global gesehen "reiche" und die 48 LDCs als die "ärmsten" Länder der Welt, so wird deutlich, dass - sieht man von Australien und Neuseeland ab - die als entwickelt bzw. fortgeschritten bezeichneten Länder ausschließlich im Norden der Welt liegen. Die Vereinten Nationen haben ihre erste Konferenz über die LDCs 1981 in Paris organisiert. In der Zwischenzeit hat die internationale Gemeinschaft mehrere Initiativen beschlossen, um die Entwicklung dieser Länder zu beschleunigen. Eine dieser Initiativen ist die Entschuldungsinitiative für hochverschuldete arme Länder (Highly Indepted Poor Countries - HIPC), die auf eine umfassendere, schnellere und tiefergehende Erleichterung der Schulden bestimmter Länder abzielt.
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Die AKP-Staaten Die Grafik zeigt die Staaten in Afrika, im Karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP), mit denen Europa besondere Beziehungen unterhält und dabei auf Entwicklung und Handel setzt. Zu diesem Zweck sollen zwischen der EU und den AKP-Staaten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen geschlossen werden, um die Integration dieser Partnerländer der EU in die Weltwirtschaft zu fördern und ihre Entwicklung voranzubringen. Die AKP-Gruppe umfasst derzeit 79 Staaten (Kuba hat allerdings die neuesten Abkommen mit der EU nicht unterzeichnet, weshalb auch oft die Zahl 78 genannt wird). Als kombinierte Instrumente der Handels- und Entwicklungszusammenarbeit sollen die Abkommen den Markzugang für die AKP-Staaten verbessern und Handelserleichterungen bewirken. Dadurch wird versucht, die Position dieser Länder im internationalen und regionalen Handel zu stärken und ihnen Chancen für eine gerechte Teilhabe am globalen Handel und für eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu eröffnen.
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Kommentar Trotz der Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft sank der Lebensstandard in den meisten LDCs in den vergangenen Jahrzehnten. Im Laufe der letzten Jahrzehnte gelang es nur drei Ländern (Botswana 1984, Kap Verde 2008 und Malediven 2011), die Gruppe der LDCs zu verlassen. Vor diesem Hintergrund hatte die Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen, 2001 eine dritte UN-Konferenz über die LDCs einzuberufen. In der Abschlusserklärung hoben die Teilnehmer hervor, dass die LDC die Verantwortung für ihre Entwicklung tragen, aber eine starke Unterstützung seitens der internationalen Gemeinschaft ebenfalls von wesentlicher Bedeutung ist. Die Konferenz hat ein zehnjähriges Aktionsprogramm 2001-2010 verabschiedet, dessen Hauptziel die Halbierung der äußersten Armut bis 2015 ist. |
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