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Politik und Zeitgeschichte
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| Afrika |
Nordafrika - Tor zu Europa? |
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Basisdaten
Vergleichsdaten Einwohner, Wirtschaftsleistung (BIP) und Fläche. Die Grafik vergleicht die Daten der sechs nordafrikanischen Staaten (von West nach Ost) Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten und Mauretanien (Letzteres kein eigentlich nordafrikanisches Land, das sich aber aus nahe liegenden Gründen zunehmend dorthin zu orientieren versucht). Verglichen werden die Einwohnerzahlen (rote Säulen), das Bruttoinlandsprodukt (hellblaue Säulen) und die Fläche der Staaten (gelbe Säulen im Größenverhältnis 1:20). Deutlich wird u.a. das starke Gewicht Ägyptens bei der Einwohnerzahl, die größer ist als die alle anderen nordafrikanischen Staaten zusammen. Ebenso beeindruckend ist zum einen die im Verhältnis zur Einwohnerzahl starke Wirtschaftskraft Libyens und zum anderen das fast menschenleer wirkende Mauretanien (vergleiche rote und gelbe Säulen ganz rechts). |
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Bevölkerungsdaten Vergleichsdaten zu Bildung und Bevölkerungsstruktur. Die Grafik vergleicht die Prozentzahlen der o.a. nordafrikanischen Länder für Analphabeten unter den Männern über 15 Jahre (orange Säulen) und unter den Frauen über 15 Jahre (rote Säulen). Erschreckend ist die hohe Analphabetenrate insbesondere bei den Frauen von zum Teil deutlich über 50 %. Die grünen Säulen zeigen den Prozentsatz der Jugendlichen unter 15 Jahren, der im Durchschnitt zwischen 30-40 % liegt (zum Vergleich: in Deutschland etwa 15 %) - ein großes Zukunftsproblem der Bevölkerungsstruktur der nordafrikanischen Länder. |
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| Kommentar
Bei allen Zahlen ist zu berücksichtigen, dass die nordafrikanischen Staaten im Verhältnis zu den afrikanischen Ländern südlich der Sahara als besonders entwickelt gelten - ein Hinweis darauf, wie es um den Kontinent insgesamt bestellt ist. Beeindruckend bis erschreckend ist die Tatsache, dass die sechs nordafrikanischen Staaten mit zusammen etwa doppelt so viel Einwohnern wie Deutschland gemeinsam nur ein Bruttoinlandsprodukt erzielen, dass etwa einem Zehntel des BIP Deutschlands entspricht. In der geringen Alphabetisierungsrate insbesondere der Frauen ist vielleicht einer der Gründe zu suchen, warum männliche Jugendliche z.B. in Marokko besonders anfällig für fundamentalistisches und extremistisches Gedankengut sind, ganz abgesehen von der vermutlich geringen Anregung zur Bildung, die sie unter diesen Umständen von ihrem Zuhause erfahren. |
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