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Politik und Zeitgeschichte
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| Finanzen und Sachpolitiken | EU-Haushalt | ||||||
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EU-Haushalt 2012
Die Grafik zeigt den aktuellen Haushalt der Europäischen Union. Das Balkendiagramm links oben stellt die Einnahmen der EU in Prozent dar. rechts oben wird das Gesamtvolumen näher erläutert. Das Torten-Diagramm schlüsselt die Ausgaben der EU auf. Das Gesamtvolumen des EU-Haushalts beträgt 147,2 Milliarden Euro. Die Zahlen beziehen sich auf die Ausgaben für die "Mittel für Verpflichtungen" (MfV). Gemessen in den sogenannten Mitteln für Zahlungen (MfZ) beträgt der EU-Haushalt 129,1 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der Bundeshaushalt 2012 für Deutschland mit derzeit 81,8 Millionen Einwohnern ist mit etwa 306 Milliarden Euro mehr als doppelt so groß wie der Haushalt der EU mit derzeit 501 Millionen Einwohnern, und etwa so groß wie der Ausgabenposten "Arbeit und Soziales" im Bundeshaushalt. |
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Geben und Nehmen in der EU Die Grafik gibt einen Überblick über die sogenannte Nettozahler-Problematik. Die roten Balken zeigen die Geber-Länder (sog. Nettozahler), die grünen Balken die Nehmer-Länder (sog. Nettoempfänger). Die grau gehaltenen Balken rechts oben zeigen die Belastung gemessen in Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) der Geberländer - mit verblüffenden Ergebnissen. Alle Zahlen sind für 2010. Datenquelle ist die EU-Kommission. Hinweis: Großbritannien wird seit 1984 der sogenannte "Briten-Rabatt" eingeräumt. Ohne diese umstrittene Ermäßigung hätte Großbritannien 2010 etwa 5,6 Milliarden Euro leisten müssen (weißer Balken). Tatsächlich zahlt das Land nur derzeit 66 Prozent dieses Betrags, also etwa 1,9 Milliarden Euro. Anmerkungen Die Nettozahler-Debatte sagt nichts aus über die tatsächlichen finanziellen Vorteile, die sich für die EU-Mitgliedstaaten aus der Mitgliedschaft ergeben. Hinzu kommt: Der EU-Haushalt ist ein Solidaritätshaushalt, d.h. die stärkeren Länder unterstützen (ähnlich wie dies in Deutschland im Rahmen des Länderfinanzausgleichs geschieht) die schwächeren Länder. Würden alle Länder so viel Geld zurück bekommen wie sie einzahlen, könnten wir uns die Einzahlung sparen und die Mittel direkt verwenden. Und nicht zuletzt eine Beruhigungspille: Jeder EU-Bürger gibt nur etwas mehr als 60 Cent pro Tag für die EU aus - und das sollte uns ein Europa in Frieden, Wohlstand und Stabilität doch wohl wert sein ... |
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