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EU-Erweiterung aktuell

  
  
Europäische Union - Mitgliedstaaten und Beitrittskandidaten der EU

  Mitgliedstaaten, Beitrittskandidaten und potenzielle Kandidaten

Die Grafik zeigt den aktuellen Stand der Europäischen Union wie folgt

  • die 28 Mitgliedstaaten der EU (blau)
  • die fünf Beitrittskandidaten Island, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Türkei (grün)
  • die drei potenziellen Kandidaten Albanien, Bosnien & Herzegowina und Kosovo (gelb)

Jüngste Entwicklungen:

Kroatien
Der Europäische Rat hatte am 9. Dezember 2011 den Beitrittsvertrag mit Kroatien unterzeichnet - Kroatien wurde somit sogenanntes Beitrittsland. Nach Ratifizierung des Vertrags in allen 27 EU-Mitgliedstaaten (die letzte Zustimmung erfolgte im Mai 2013 in Deutschland durch Bundestag und Bundesrat) wurde Kroatien am 1. Juli 2013 das 28. Mitgliedsland der EU.

Serbien
Der Europäische Rat gab am 1. März 2012 Serbien den Status eines Beitrittskandidaten. Mit zwei der fünf Beitrittskandidaten (Island und Türkei) werden zwar seit längerem Beitrittsverhandlungen geführt, ihr Abschluss steht aber in den Sternen. Mit den Beitrittskandidaten Mazedonien, Montenegro und Serbien wurden noch keine Verhandlungen aufgenommen.

Erläuterungen
zu der in der EU gebräuchlichen Terminologie

Die EU unterscheidet (in der Übersetzung leicht irreführend) vier Stadien eines möglichen Beitritts.

  • Beitrittsländer (acceding countries) sind Staaten, die beitreten werden, da sie die Beitrittsverhandlungen bereits erfolgreich abgeschlossen und einen Beitrittsvertrag unterzeichnet haben. Zu dem im Vertrag festgelegten Termin werden sie Mitgliedstaaten. Die letzte Hürde ist die erforderliche Ratifizierung des Beitrittsvertrags in allen EU-Mitgliedstaaten. Im Übergangszeitraum gelten für die Beitrittsländer besondere privilegierte Übergangsregelungen. Jüngstes Beitrittsland war Kroatien.

  • Kandidatenländer (candidate countries) ugs. Beitrittskandidaten sind Staaten, die beitreten können, sobald sie die Beitrittsverhandlungen erfolgreich abgeschlossen haben und damit die Voraussetzungen für einen Beitritt erfüllen. Die derzeit 5 Beitrittskandidaten sind Island, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Türkei.

  • Potenzielle Kandidaten (potential candidates) sind Staaten, die beitreten möchten und die bei der EU ein offizielles Beitrittsgesuch eingereicht haben. Sie werden auch als Bewerberländer bezeichnet. Derzeit sind dies Albanien, Bosnien & Herzegowina und Kosovo.

  • Potenzielle Bewerberländer (potential candidate countries) sind Staaten, die eine Mitgliedschaft anstreben wollen bzw. könnten. Derzeit sind in dieser Kategorie theoretisch denkbar die Staaten der "Östlichen Partnerschaft" der EU, also die drei osteuropäischen Staaten Weißrussland, Ukraine und Moldawien und die drei Kaukasusstaaten Georgien, Armenien und Aserbaidschan.
Gute Gründe für die EU-Erweiterung - Europa als Friedensprojekt, Stabilitätszone und Wohlstandsraum

EU-Erweiterung - gute Gründe

Die Erweiterung entspricht den Interessen der alten wie der neuen Mitglieder der EU, und zwar vor allem aus drei Gründen. Die Grafik listet diese Gründe auf:

  • Europa - ein Friedensprojekt
  • Europa - eine Stabilitätszone
  • Europa - ein Wohlstandsraum

Das Problem: Vielen geht es - glücklicherweise - schon sehr lange sehr gut. Offensichtlich wissen oft nur diejenigen, die die Katastrophe des Zweiten Weltkrieges, die schreckliche Armut der Nachkriegsjahre und den Tanz auf dem Vulkan während der Ost-West-Konfrontation und erlebt haben, diese Erfolge auch wirklich zu schätzen ...

EU-Erweiterung - Befürchtungen und Ängste vor bisherigen und künftigen Erweiterungen

EU-Erweiterung - Befürchtungen und Ängste

Die Grafik listet Befürchtungen und Ängste auf, die anlässlich der bisherigen wie auch der künftigen EU-Erweiterungen geäußert wurden bzw. werden.

Auf der politischen Ebene ist dies insbesondere die Befürchtung, dass die europäische Idee überfrachtet und sich "entfremdet" würde, die Union unüberschaubar und "unregierbar" würde, und Partikularinteressen die Politik der EU zunehmend blockieren werden.

Auf der eher emotionalen Ebene wird vor einem Abbau des eigenen Wohlstandes durch unkontrollierten Zustrom von Arbeitssuchenden oder die Verlagerung von Betrieben und Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer ebenso gewarnt wie vor einem verstärkten Eindringen der organisierten Kriminalität.

Kommentar

Mit der Ost-Erweiterung 2004 wurde die Teilung Europas - 15 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs - überwunden. Damit schien der Kreis der EU-Erweiterungen weitgehend geschlossen zu sein.

Tatsächlich aber befanden und befinden sich noch eine Vielzahl von Staaten in der Warteschleife. Nach wie vor ist die Anziehungskraft der EU als der stärkste Wirtschaftsraum der Welt ungebrochen. Angesichts der "weißen" Flecken auf der europäischen Landkarte stellt sich verstärkt die Frage, wie weit "Europa" reichen soll - und kann ...

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Stand: 11.04.2014