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Politik und Zeitgeschichte
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Arbeitsmarkt und Arbeitslosigkeit in Deutschland
Die Grafik gibt einen Überblick über den Arbeitsmarkt mit Schwerpunkt auf Daten zur Arbeitslosigkeit nach ausgewählten Strukturmerkmalen. Auf der rechten Seite sehen Sie von oben nach unten
Auf der linken Seite finden Sie Daten zur Arbeitslosigkeit nach Schulabschlüssen und Altersgruppen sowie Angaben zur Dauer der Arbeitslosigkeit. Alle Daten gelten für 2010, Datenquelle ist der Jahresbericht 2010 der Bundesagentur für Arbeit. |
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Übersicht über arbeitsmarktpolitische Daten und Begriffe
Stichwort "Stille Reserve" Zur Stillen Reserve gehören insbesondere:
Während Erwerbstätige und Arbeitslose in amtlichen Statistiken erfasst werden, muss die Stille Reserve mit Hilfe von ökonometrischen Modellen oder anhand von Bevölkerungsbefragungen geschätzt werden. Stichwort "Erster Arbeitsmarkt" Unter dem ersten Arbeitsmarkt versteht man die Gesamtzahl aller ungeförderter Arbeitsstellen, also z.B. keine Stellen der ABM. Hiervon unterschieden werden muss die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, ebenfalls ein wichtiger Indikator für den Arbeitsmarkt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat 2010 noch stärker zugenommen als die Erwerbstätigkeit. 2010 waren ca. 27 Millionen Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Erläuterungen zu den im Schaubild aufgezeigten Strukturmerkmalen 1. Arbeitslose nach Schulabschlüssen Höhere Bildungsabschlüsse schützen zwar nicht vor Arbeitslosigkeit, verringern aber deren Wahrscheinlichkeit. Rechnet man die Arbeitslosen mit Hauptschulabschluss bzw. keinem Schulabschluss zusammen, ist mehr als die Hälfte der Arbeitslosen hiervon betroffenen. Besonders erschreckend: Die Zahl der Arbeitslosen ohne jedweden Schulabschluss beträgt etwa 500.000 Personen. 2. Arbeitslose nach Geschlecht Deutlich wird, dass Männer mit ca. 54 % weit mehr als Frauen mit ca. 46 %) von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Interessant ist in diesem Zusammenhang: Die Beteiligung ausländischer Frauen am Erwerbsleben ist mit bundesweit mit etwas über 50 % beträchtlich niedriger als die der deutschen Frauen mit annähernd 70 %. Der Unterschied bei den Männern hingegen fällt kaum ins Gewicht. 3. Dauer der Arbeitslosigkeit Die Dauer der Arbeitslosigkeit lässt sich - stark vereinfacht - dritteln: Ein Drittel mit einer Arbeitslosigkeit bis zu 3 Monate, ein Drittel mit einer Arbeitslosigkeit bis zu einem Jahr und ein Drittel mit einer Arbeitslosigkeit von mehr als einem Jahr. Letztere gelten als "Langzeitarbeitslose". 4. Arbeitslosigkeit nach Staatsangehörigkeit Ausländer sind wesentlich stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Deutsche. Der Anteil von Ausländern liegt mit fast 16 % prozentual deutlich über der Arbeitslosenquote insgesamt (Jahresdurchschnitt 2010 rund 8 %). Berechnet man die Arbeitslosenquote der Ausländer auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen, so ist sie mehr als doppelt so hoch wie die der Deutschen. Allgemeiner Hinweis Diese Webseite soll dem interessierten Laien einen ersten und hoffentlich leicht verständlichen Überblick über den Arbeitsmarkt in Deutschland geben. Sie wendet sich nicht an den arbeitsmarktpolitischen Experten. Als vertiefender Einstieg in das äußerst komplexe und insbesondere in seiner statistischen Ausformung höchst komplizierte Thema Arbeitsmarkt werden die folgenden Verweise empfohlen. Weiterführende externe Links
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