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Politik und Zeitgeschichte
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| Finanzen |
Der Bundeshaushalt im Vergleich |
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Bundeshaushalt - Eckwerte 2006 und 2011 Die Grafik zeigt die Veränderungen der größten Einzelposten der Bundeshaushalte 2006 (blaue Balken) und 2011 (gelbe Balken). Die Inlet-Grafik zeigt die jeweiligen Gesamtausgaben der beiden Haushalte in Säulenform. Alle Ausgabenposten - mit Ausnahme der Bundesschuld (Zinslast) und der Neuverschuldung (Nettokreditaufnahme) - sind, ebenso wie die Gesamtausgaben des Bundes, in den vergangenen Jahren gestiegen. Besonders auffallend sind die prozentualen Steigerungen bei
Die Neuverschuldung in 2011 wäre gemäß dem ursprünglichen Soll des Bundeshaushalts 2011 auf fast das Doppelte im Vergleich zu 2006 gestiegen, dürfte sich aber aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung auf einen Wert unter dem von 2006 einpendeln (erwartetes Ist ca. 22 Milliarden Euro). Hinweis: Der Haushalt 2006 wurde zum Vergleich mit dem derzeitigen Bundeshaushalt gewählt, da er zum einen der erste eigenständige Haushalt der Großen Koalition war, zum anderen zwischen und innerhalb der Ressorts erstmals so zugeschnitten wurde, dass er mit den heutigen Einzeletats in etwa vergleichbar ist. |
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Eckwerte des "Krisen"-Haushalts 2010 zum Vergleich
Die Neuverschuldung 2010 konnte im Vergleich mit dem ursprünglichen Soll in Höhe von 80,2 Milliarden Euro auf rund 44 Milliarden Euro nahezu halbiert werden, vor allem aufgrund der anspringenden Konjunktur und der damit verbundenen höheren Steuereinnahmen. Sie bleibt aber auch in dieser Höhe die größte Nettokreditaufnahmen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. |
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Kommentar Besorgniserregend ist der Anstieg des Ressorts "Arbeit und Soziales" zwischen 2006 und 2011 - trotz des erfreulichen Abbaus der Arbeitslosigkeit. Gleiches gilt für den Posten "Allgemeine Finanzverwaltung" (sprich Pensionen etc.), der angesichts mangelnder Vorsorge in den vergangenen Jahrzehnten stetig und deutlich zunehmen wird. Besonders problematisch ist, trotz der aufgrund niedriger Zinsen gesunkenen Bundesschuld, die Zinslast. Der Bund muss fast jeden siebten Euro allein für den Zinsdienst aufwenden - also Geld aufbringen, dass durch den Schornstein raucht, ohne dass damit auch nur ein einziger Euro des Schuldenberges abgebaut würde. Selbst bei einer - rein theoretisch angenommenen - Abzahlung der Schulden der öffentlichen Hand in Höhe von 10 Milliarden Euro jährlich würde es mehr als 200 (in Worten: zweihundert) Jahre dauern, bis der Schuldenberg abgebaut wäre! Dann träumt mal schön... |
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