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Wer ist Ausländer, wer ist Inländer?

Einwohnerzahl und Ausländeranteil - ein Überblick für Deutschland

Bevölkerungszahlen im Überblick

Am Jahresende 2013 lebten in Deutschland rund 80,8 Millionen Einwohner.

  • 80,8 Millionen insgesamt, davon
  • ca. 91% Deutsche und
  • ca. 9 % Ausländer

Mit der Veröffentlichung der Zensusergebnisse 2011 wurde die Berechnung der Bevölkerungszahl auf eine neue Grundlage gestellt. Die mit dem Zensus (Volkszählung) im Mai 2011 festgestellte Einwohnerzahl von 80,2 Millionen lag rund 1,5 Millionen unter den Ergebnissen der bis dahin laufenden Berechnung der Bevölkerungszahl auf Basis der Volkszählung 1987 beziehungsweise der Auswertung des zentralen Melderegisters der DDR zum 3. Oktober 1990. Gemäß Zensus 2011 betrug der Anteil ausländischer Einwohner 7,7 % (vorher 9 %). Dies macht deutlich, dass die niedrigere Einwohnerzahl Deutschlands in erster Linie auf einen geringeren Ausländeranteil zurückzuführen war.

Die Entwicklung der Bevölkerung ergibt sich zum einen aus den Geburten und Sterbefällen und zum anderen aus den Zu- und Fortzügen. Die Zahl der Geburten lag wie in den Vorjahren deutlich unter der Zahl der Sterbefälle. Hauptursache für den Anstieg der Bevölkerungszahl von 2011 auf 2013 war somit die stark gestiegene Zuwanderung.

Wichtiger Hinweis zum Ausländeranteil siehe weiter unten.

Ausländer in Deutschland - Zusammensetzung nach Herkunftsregion

 

Ausländische Bevölkerung nach Herkunftsregion

Der Ausländeranteil in Deutschland betrug am Jahresende 2013 nach unterschiedlichen Berechnungen zwischen 7,0 Millionen (Statistisches Bundesamt) und 7,6 Millionen. Wie auch immer - das Schaubild verdeutlicht den meist überschätzten Anteil an Ausländern in Deutschland (gelber Ausschnitt).

Die Herkunftsregionen zeigt die Vergrößerung wie folgt in Prozent

  • Ausländer aus europäischen Nicht-EU-Staaten einschließlich Türkei, Russland und andere (orange)
  • Ausländer aus EU-Staaten (grün)
  • Ausländer aus außer-europäischen Drittstaaten (violett)

Als Ausländer gelten hierbei Personen, die ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen. Deutsche, die zusätzlich eine oder mehrere weitere Staatsangehörigkeiten besitzen, gehen als deutsche Staatsangehörige in die Statistik ein. Sie zählen nicht als Ausländer.

Wichtiger Hinweis zu den Ausländerzahlen siehe weiter unten.

Inländer und Ausländer in Deutschland (Zusammensetzung der Bevölkerung)

Wer ist Ausländer, wer Deutscher?

Das Schaubild verdeutlicht die unterschiedlichen Formen des Zuzugs nach bzw. des Aufenthaltes in Deutschland wie folgt

  • Ausländer (gelb), wobei denjenigen im orange unterlegten Bereich unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit der Einbürgerung eingeräumt wird
  • Zugezogene Deutsche bzw. eingebürgerte Ausländer (grün)

Bei den Ausländern muss zwischen jenen mit temporären und solchen mit permanenten Aufenthalt unterschieden werden. Letztere setzen sich zusammen z.B. aus Werksarbeitnehmern, ehemaligen Gastarbeitern, Flüchtlingen und Asylanten.

Bei den Zuzügen von Deutschen sind die inzwischen nicht mehr aktuellen Gruppen der Vertriebenen sowie der Übersiedler (aus der ehemaligen DDR) zu nennen. Noch aktuell ist die Gruppe der Aussiedler, heute noch als Spätaussiedler zuziehend, wenn auch mit deutlich sinkender Tendenz.

WICHTIGER HINWEIS

Die aktuellen Ausländerzahlen des Statistischen Bundesamts, die auf der Basis des Zensus 2011 berechnet werden, liegen für 2013 mit ca. 7,0 Millionen deutlich niedriger als die vom Ausländerzentralregister (AZR) angegebenen 7,6 Millionen. Das entspricht einer bundesweiten Differenz von ca. 600.000 Personen gleich 8 Prozent.

Hierzu das Statistische Bundesamt:

"Eine ‚Abstimmung‘ des AZR auf die Ergebnisse des Zensus 2011 ist aus technischen und rechtlichen Gründen nicht möglich. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) als Registerbehörde und das Statistische Bundesamt werden jedoch die Abweichungen zwischen AZR und Zensus analysieren, um auf der Basis dieser Erkenntnisse alle notwendigen Schritte zur Qualitätssicherung zu ergreifen. Bis zum Abschluss dieser Arbeiten müssen bei der Interpretation der AZR-Daten die Abweichungen berücksichtigt werden, die es am Zensusstichtag zwischen dem AZR-Bestand und dem Zensusergebnis gab."
[Anmerkung: Stand Mai 2011 gemäß Zensus ca. 6,17 Millionen, gemäß AZR ca. 6,65 Millionen. Dies entspricht einer bundesweiten Abweichung von ca. 480.000 Personen]

Hinweis in eigener Sache

Wir verzichten bis auf Weiteres auf eine Aktualisierung unserer diesbezüglichen Daten, und zwar so lange, bis die o.a. "Qualitätssicherung" zu belastbaren Ergebnissen führt. Wir gehen davon aus, dass sich die Zahlen, die auf der Basis des Zensus 2011 fortgeschrieben werden, als die korrekten Angaben erweisen werden.

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass das AZR schon einmal seine Ausländerzahlen berichtigen musste - von ca. 7,3 Millionen im Jahr 2003 auf ca. 6,7 Millionen im Jahr 2004. Damals "verlor" das AZR von einem Jahr auf das andere über 600.000 Ausländer. Nun rechnet mal schön "qualitätssichernd" ...

    

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Stand: 11.04.2014